Mo 25. Jul 2011 1
Von richtigen und falschen Hasen

Was juckt es einen, was andere von einem halten? Was für den Rest des Lebens als gute Maxime gilt, hat als Motto für Lokalbesitzer gar nix verloren. Denn das Lokal lebt davon, was andere Leute davon halten und was sie dann ihren Freunden, Kollegen oder auch Lesern weitererzählen. Eine gute Kritik kann viele neue Gäste ins Lokal locken, eine schlechte hingegen wenn auch nicht den Ruin so doch einen herben Rückschlag bedeuten. Und letztere kann auch richtig wehtun, vorallem wenn sie vollkommen unangebracht formuliert und voll von nicht nachvollziehbaren und aus der Luft gegriffenen Anschuldigungen steckt.  So geschehen vor mehr als einer Woche, als uns ein email von einem sogenannten Restaurantkritiker erreichte, der am Dellago kein gutes Haar gelassen hat. Ausser am Service eines einzigen Kellners hatte er nix auszusetzen, den lobte er vielmehr über jede Gebühr. Nach einem kurzen Herzstillstand schnell den Absendernamen gegoogelt. Oh, welch Schreck, es gibt tatsächlich einen angesehenen Restaurantkritiker des gleichen Namens. Halt, doch nicht gleich, der echte Kritiker schreibt den Nachnamen nur mit einem L! Hm, verdächtig? Ja, es war auch keine Telefonnummer im Mail zu finden. Und es handelte sich um keine offizielle Medienemailadresse wie zb @kurier.at oder @falter.at sondern um eine GMX-Mailadresse. Und dazu kommt, dass genau jener über den grünen Klee gelobte Kellner zwei Tage vor diesem ominösem Mail entlassen wurde. Trotzdem, eine geringe Chance bestand, dass es sich doch um einen ernstzunehmenden Kritiker handelte. Doch nachdem wir den echten Restaurantkritiker unter seiner offiziellen email-Adresse kontaktiert hatten und der uns eine freundliche Verneinung auf die Frage, ob er derjenige welcher sei, der uns schon besucht habe, gab, war der Fall einigermaßen klar:  Tja, entweder stammte dieses Mail also vom entlassenen Kellner selbst oder von einem unbedarften Kollegen, der in seinem Auftrag schrieb.  Dankbar sind wir im Nachhinein auch für diese „Kritik“, denn als netter Nebeneffekt dieser Aktion wurde der echte Restaurantkritiker, der für Falter und Kurier schreibt, so auf unser Lokal aufmerksam! (Er bleibt beim Testen zwar anonym, aber es war schon ein Fotograf vom Falter bei uns im Lokal, das kann nur gutes bedeuten!). So viel zum Thema falscher Hase.

Aber es kommen auch richtige Hasen, äh, Kritiker zu uns ins Lokal und verlassen es genauso begeistert wie der Großteil unserer Gäste:

So haben uns kürzlich die Frühstückerinnen die Ehre gegeben. Die zwei Mädels haben ein Hobby quasi zum Beruf gemacht und veröffentlichen regelmäßig auf ihrer Website Erfahrungsberichte über die besten Frühstückslokale Wiens. Und dazu zählt nun auch das Dellago! Fazit ihrer Kritik: Noch ein Lokal am Yppenplatz? Ja, bitte! Liebe Frühstückerinnen, vielen Dank für euren tollen Bericht, wir freuen uns auf viele NachahmerInnen!

Und gleich noch eine super Kritik ist uns in die Mailbox geflattert: Auch die Tester von Stadtbekannt.at waren bei uns im Dellago und haben es sich schmecken lassen. Danke ebenfalls für die wirklich fundierte Recherche und ausführliche Berichterstattung!

 

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One Response

  1. Gut, dass es mehr richtige als falsche Hasen gibt 😉

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